Rennfeeling mit Gänsehautgarantie – der Schottenring Classic Grand PrixÜber 20.000 Besucher rings um den Grand Prix Kurs. Leuchtende Augen bei Alt und Jung. Ein einzigartiges Klangkonzert, das weder die Mailänder Scala noch ein anderes der ganz großen Opernhäuser dieser Welt bieten kann. Hochkarätige Solisten und Duos, die eigens dafür aus ganz Europa angereist sind. Ein monumentales Motorrad- und Gespannorchester mit 420 Fahrern und Beifahrern, die ganz offensichtlich ebensoviel Spaß haben wie die begeisterten Zuschauer.
Dieses Szenario, von dem die neuzeitliche IDM und selbst der MotoGP Zirkus in China nur träumen können, wird im hessischen Städtchen Schotten jedes Jahr am 3. Wochenende im August Wirklichkeit. Und der traditionelle Schottenring Classic Grand Prix ist Faszination pur: Motorradsport, wie er einmal war und glücklicherweise immer öfter wieder zu sehen ist.
Hier werden keine rollenden Hotelpaläste ins Fahrerlager gestellt, die Hospitality ist die Wurstbude an der Strecke und – ganz besonders wichtig: Die Diagnosestecker für die hochkarätigen Oldtimer befinden sich in den Fingerspitzen der vielen Mechaniker und Idealisten, die ihre alten Schätze, die teilweise mehr Jahre auf dem Buckel haben als ihre Besitzer, hegen und pflegen und mit unzähligen Schrauberstunden in der Garage topp in Schuss halten.
Ein anspruchsvoller Rundkurs mitten in der Stadt ist in der heutigen Zeit fast nicht mehr denkbar. In Schotten funktioniert das schon seit 20 Jahren, denn die ganze Farbpalette der Parteien ist sich hier einig, dass nicht nur stumme Denkmäler geschützt werden müssen, sondern auch der Rennsport längst vergangener Tage seine Daseinsberechtigung hat. Ein ganz dickes Lob an alle Schottener, die trotz persönlicher Einschränkungen und eventueller kleinerer Reparaturen hinterher – beim brachialen Klang einiger Oldtimer könnte mancherorts glatt der Kitt aus den Fenstern gefallen sein – zu „ihrem“ Schotten Grand Prix stehen und so die Durchführung ermöglichen.
Dass sich zu so einer Topveranstaltung die „alten Weltmeister“ nicht zweimal bitten lassen, spricht für sich. Dieter Braun, Jim Redman, Phil Read und viele ehemalige Grand Prix Stars wie Jan de Vries und Rod Gould gehören in Schotten fast schon zum Inventar. Ein dringend empfohlener Gang durchs weiträumige Fahrerlager kann durch keinen Motorrad-Museumsbesuch übertroffen werden. Der Schottener Classic Grand Prix erzeugt bei den Besuchern noch eine richtige Gänsehaut. Nicht weil es im August in Schotten so kalt wäre, sondern weil die dargebotene Technik einfach begeistert, alte Erinnerungen Wirklichkeit werden lässt und eindrucksvoll die sportliche Leistungsfähigkeit auch schon „älterer Herren“ demonstriert.
Wer nun Lust bekommen hat, den 21. Schottenring Classic Grand Prix im nächsten Jahr hautnah zu erleben, sollte sich schon jetzt per Mail bei uns melden, denn WHEELIES organisiert am Sonntag, 16. August 2009 eine Busreise zu den Rennen. Je nach Teilnehmerzahl werden auch mehrere Busse eingesetzt und verschiedene Zustiegsmöglichkeiten geplant.
Die Tagesfahrt kostet ca. 50 Euro. Anmeldung per Email an: info@wheelies.de oder Tel. 0791-53864. Bei entsprechendem Interesse ist auch eine zweitägige Reise mit Besuch des Friedel Münch Motorenmuseums in Laubbach möglich. Bitte ebenfalls in der Mail angeben. | |