125 ccm125 ccm - Stefan Bradl lässt alle Querelen der Vergangenheit vergessen
Nach seinem hervorragenden 3. Platz beim Nachtrennen in Katar hat Stefan Bradl nun mit dem 2. Platz am Sachsenring vieles vergessen gemacht, was noch im letzten Jahr seine Zukunft nicht ganz so positiv hat aussehen lassen. Mit seiner Superleistung am Sachsenring hat er alle Kritiker Lügen gestraft. Trotz anfänglicher Führung musste er sich am Ende zwar dem Franzosen Mike di Meglio geschlagen geben, zeigte sich aber über das gesamte Rennen als absoluter Profi und fuhr das bisher beste Ergebnis seiner Karriere ein. Es war einfach Spitzenklasse, wie er dem Druck und den Angriffen des amtierenden 125er Weltmeisters Talmacsi aus Ungarn bis ins Ziel erfolgreich Paroli geboten hat. Damit weckt er berechtigte Hoffnung auf eine weitere stabile Leistungssteigerung bis zu seinem ersten Grand Prix Sieg. Sandro Cortese wurde 6. und der Wildcardfahrer Manuel Schrötter hervorragender 14. Mit dieser Leistung konnte sich Bradl mit 101 Punkten auf den 4. Platz in der WM-Gesamtwertung vorschieben, die Mike di Meglio mit 166 Punkten anführt.
Ergebnis: 1. Mike di Meglio (F) Derbi 2. Bradl (D) Aprilia 3. Talmacsi (H) Aprilia | |
MotoGPDie MotoGP-Klasse war ein totales Regenrennen, mit allen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten für die Fahrer, die bei solchen Verhältnissen auftreten können. Daniel Pedrosa (E) erwischte mit seiner Honda den besten Start und legte sofort ein für diesen Regen wahnsinniges Tempo vor. Stoner auf seiner Ducati und Rossi mit seiner Yamaha hatten fünf Runden lang nicht den Hauch einer Chance. Doch ein MotoGP-Rennen geht über 30 Runden und gewonnen ist erst nach Passieren der schwarzweiß karierten Flagge. Eigentlich fragte sich jeder, wie lange Pedrosa dieses Tempo durchhalten würde. Mit einem gigantischen Abflug in der 5. Runde, der trotz über 200 km/h zum Glück glimpflich ausging, beendete er denn auch alle Spekulationen über neue Wunderregenreifen etc. Stoner hatte sich sein Renntempo cleverer eingeteilt und diese Rechnung ging nun auf. Rossi konnte zwar Stoner folgen, aber immer mit sicherem Abstand und der jederzeitigen Möglichkeit des Australiers, den alten Sicherheitsabstand wieder herzustellen. Mit diesem Sieg konnte sich Stoner mit 167 Punkten auf den 3. Rang hinter Pedrosa vorschieben, doch hat jetzt Rossi mit seinem 2. Platz und 187 Punkten die Gesamtführung in der WM übernommen.
Ergebnis: 1. Stoner (AUS) Ducati 2. Rossi (I) Yamaha 3. Vermeulen (AUS) Suzuki
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