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Korsika

Traditionell starteten wir in SHA bei schlechtem Wetter unser Abenteuer „Korsika“. Unser erster Eindruck war positiv, da die Truppe sehr „duc-lastig“ war , was uns als Ducatisti sehr behagte. Ebbse verwöhnte uns mit dem Bus-Shuttle-Team (BST) mit dem Fahrer und Chef Ulli. Dieser manövrierte die 15 Kostbarkeiten (mehr oder weniger) millimetergenau in den hinteren Teil des Busses, während wir es uns im vorderen Bereich so bequem wie möglich machten. Während der 10-stündigen Fahrt hatten wir die Gelegenheit uns zu „beschnuppern“ und die Zimmerbelegung im Detail zu diskutieren (sprich: Wer mit Wem?).
Im Zielhafen Genua hatten wir ausreichend Zeit (3.30 Uhr) gähn… gähn. Ebbse hatte aus früheren Erfahrungen die Konsequenzen gezogen, damit wir die Fähre auch rechtzeitig erwischen. Nach einem schnellen Cappucino am Hafen ging´s auf die Fähre. Die Überfahrt gestaltete sich wider Erwarten angenehm, da Neptun ein Einsehen hatte und die Wogen relativ ruhig waren. Bei strahlendem Sonnenschein legten wir am Mittag in Bastia an. Rein in die Klamotten und endlich wieder Motorradfahren! Unser Basislager in Ghisonaccia an der Ostküste war recht komfortabel und direkt am traumhaften Strand gelegen.
Dann wurden die Bungalows bezogen. Heidi und Peter , unser Küchenteam , zauberten aus dem Begleitbus regionale und überregionale Spezialitäten, wobei schwäbische Gerichte überwogen. Erwähnenswert waren die Pavillions , die unsere Tafel recht heimelig gestalteten. Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet starteten wir täglich unsere Touren. Ebbse zeigte der Gruppe gleich, wo „Bartel den Most holt!“ und führte uns durch kurvenreiche Strecken zum Col de Bavella( = korsische Dolomiten), der auf 1218 m lag. Am Yachthafen von Porto Vecchio stellten einige unserer Mitfahrer „ihre Yachten“ vor und wir staunten nicht schlecht, was für Geld da im Wasser schaukelte.

Auf der ansprechend ausgebauten N200 in Richtung Corte , konnten wir mal ordentlich Gas geben. In der Universitätsstadt fielen unseren männlichen Begleitern die attraktiven Studentinnen auf. Ein Highlight war auf alle Fälle das Restonicatal. Wir sahen uns gleich zu Beginn von hohen Felstürmen umgeben. Terrassenartig plätschert die Restonica ins Tal und bildet dabei Wasserbecken, die hervorragend zum Baden geeignet sind. Diese Gelegenheit wurde von Einem prompt genutzt. Unvergessen bleiben die riesigen Holzbretter, auf denen Wildschweinschinken , Salami (von welchem Tier auch immer) und Schafskäse serviert wurden. Die warmen Sonnenstrahlen ließen uns den herrlichen Rundumblick auf die steilen Berge genießen. Im Asco-Tal säumen mächtige Bergspitzen, alle über 2000 m hoch, die enge kurvenreiche Strecke zur auf einem Felsplateau liegenden Endstation bei Haut-Asco. Hier nutzten wir die Gelegenheit zu einem Gruppenbild.

Unsere Tour Richtung Porto (Westküste) führte uns durch die meistbestaunte Felslandschaft Korsikas, die Calanche. Im beschaulichen Hafen von Porto gönnten wir uns eine Mittagspause, bei der so mancher ins Schwitzen kam und dabei mit dem Gedanken spielte, eine erfrischende Bootstour zu buchen. Ein absolutes Muss ist die alte Festungsstadt im Süden Korsikas, Bonifacio. Empfehlenswert ist es, sich hierfür ausreichend Zeit einzuplanen, um die Altstadt und den herrlichen Hafen zu bestaunen. Vom Leuchtturm aus sieht man die auf Kreidefelsen gelegene Stadt und hat einen Blick auf den nördlichen Zipfel Sardiniens. Vom Süden führte unsere nächste Tour in den Norden nach Calvi, der letzten Bastion der Fremdenlegion. Von der Zitadelle öffnete sich ein weiter Blick auf Meer und Hochgebirge. Die Rückfahrt führte uns durch die Castagniccia, das größte Waldgebiet mit Edelkastanien. Am Abend fanden sich fast alle wieder in Ghisonaccia ein. Die Unerschütterlichen blieben in der Brauereigaststätte Pasquale Paoli in Casamozza hängen, um die selbstgebrauten Bierspezialitäten zu kosten und bei Livemusik abzurocken.

Am Samstag brachen wir unsere „Zelte“ ab, um den letzten Tag am Cap Corse zu verbringen. Wir bestaunten den schwarzen Strand von Nonza und steuerten den Abfahrthafen Bastia an. Vor dem Einchecken genehmigten wir uns noch eine Pizza auf dem belebten „Vieux Port“, an dem sich Cafes und Restaurants aneinanderreihen.

Die Überfahrt auf der Nachtfähre konnten wir sehr angenehm in 4er Kabinen verbringen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die restlichen Rosebestände geleert und wir verabschiedeten uns von Korsika. Am Morgen erwartete uns unser zuverlässiger Buscoach Ulli in Savona. Nach vielen Stunden kamen wir um 21.30 Uhr in Schwäbisch Hall an.

 

 









 
© Regio Verlag Schwäbisch Hall 2008

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