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Großenhain

Mit einem Rekordnennungsergebnis an Supermotofahrern konnten die Großenhainer den tausenden Supermotofans Motorradsport vom Feinsten bieten. Die komplette deutsche Supermoto-Fahrerelite, ergänzt durch viele nordeuropäische Spitzenfahrer, bot den zahlreichen Zuschauern packenden Supermotosport auf dem einstmals größten russischen Militärflugplatz in Deutschland. Die Strecke von Großenhain dürfte die schnellste in Deutschland sein. Entsprechend hoch waren natürlich auch die Anforderungen an Fahrer und Material. Nicht immer passte alles perfekt zusammen und so passierten einige jedoch immer glimpflich verlaufende Stürze. Was ich persönlich dabei etwas schade fand, ist, dass dadurch 3-mal die Rennen abgebrochen wurden. Auf einer so übersichtlichen und megabreiten Strecke muss es doch möglich sein, mit geschwenkten gelben Flaggen die Fahrer auf das momentane Hindernis aufmerksam zu machen und sie gegebenenfalls. im Schritttempo an der Unfallstelle vorbeizuleiten. Immer noch besser als vorschnell das Rennen abzubrechen. Durch diese Abbrüche wurden natürlich auch einige taktische Pläne der Fahrer zunichte gemacht, die durch drohende Regenwolken durchaus sinnvoll waren. Trotz Regenwolken und feuchter abtrocknender Strecke mit Slicks oder auf trockener Strecke mit Regenreifen zu starten, ist doch eine Überlegung wert. Wenn aber, wie im Aprilia Cup-Lauf, wegen Regen abgebrochen wird, sind genau diese Taktiker die Looser und diejenigen, die bewusst bei Regen mit einem Abbruch  gerechnet haben, die heimlichen Gewinner. Es gibt immer wieder Situationen, die einen sofortigen Rennabbruch rechtfertigen, aber aus meiner Sicht war das in Großenhain zu keiner Zeit der Fall.

 
© Regio Verlag Schwäbisch Hall 2008

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