5. Schwäbische Gelände ClassicZur 5. „Schwäbischen Classic“ hatte Ende September 2008 Familie Schmidt nach Rappoltshofen bei Schwäbisch Hall eingeladen. Zu der weit über deutsche Grenzen hinaus bekannten Veranstaltung kamen wieder viele bekannte Geländefahrer aus früheren Jahren mit ihren Schätzen. Es waren sogar 10 Fahrer mit über 70 Jahren dabei! Helmut Clasen, ein bekannter Six-Days-Fahrer aus Kanada, war ebenfalls mit von der Partie. Er reiste bereits eine Woche vor der Veranstaltung an und unterstützte Fahrtleiter Martin Schmidt bei den umfangreichen Vorbereitungen am Hof der Schmidts sowie bei den Aufbauarbeiten an der Strecke. Für seine Mithilfe bekam er Kost und Logie frei und wurde von Christa Schmidt mit schwäbischen Köstlichkeiten verwöhnt. Am Freitagabend ging es mit einer Bierprobe in der Maschinenhalle los, wo sich schon einige Fahrer zu „Benzingesprächen“ versammelten hatten. Bei schönem, trockenem, jedoch kühlen Herbstwetter startete die Veranstaltung am Samstag pünktlich um 13:00 Uhr. Zuerst standen Beschleunigungs– und Bremsprüfungen auf dem Programm, wobei eine Strecke von ca. 50 Metern zurückgelegt und danach mit einer Zielbremsung angehalten werden musste. Die Zeit wurde gestoppt. Als nächstes war an einem leichten Hang eine Trialprüfung zu absolvieren, wobei es galt, möglichst keinen Fuß auf den Boden zu setzen, ansonsten drohten Strafpunkte. Die Trialsektion war nicht sonderlich schwer, trotzdem hagelte es Strafpunkte! Am Samstagabend trafen sich Fahrer und Helfer in der Maschinenhalle zu einem Bierchen. Der Hunger wurde mit leckerem Essen gestillt. Als Höhepunkt des Abends griff Fahrtleiter Martin Schmidt zu seiner Steirischen Harmonika, heizte dem Publikum richtig ein und sorgte damit für Stimmung.
Nach einer - für manche Teilnehmer - kurzen Nacht, ging es am Sonntag zur Zuverlässigkeitsfahrt über die bestens vorbereitete Strecke von ca. 6 km Länge. Gefahren werden mussten 4 x 3 Runden nach Zeitvorgabe. Zuvor wurde eine Startprüfung absolviert. Die Strecke führte ausschließlich über Wiesen und abgeerntete Äcker mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die heiklen Stellen konnten von ungeübteren oder hochbetagteren Teilnehmern umfahren werden, so dass jeder seinen Spaß hatte. Nach ca. 3 Std. Fahrzeit waren die meisten Fahrer auf ihren alten Maschinen vom harten Ackerboden durchgerüttelt und verständlicherweise etwas müde.
Das Zeitnahmeteam war bemüht schnell die Gesamtwertung zu berechnen, welche bereits eine Stunde nachdem der letzte Fahrer im Ziel war, feststand. Anschließend wurde die Siegerehrung in der Maschinenhalle durchgeführt. Als Erinnerung gab es diesmal keine Pokale, sondern von einem Künstler aus dem Allgäu, aus Holz gefertigte Motorrad-Stiefel-Unikate auf einem Sockel.
Als die Veranstaltung zu Ende ging und alle Teilnehmer zufriedene Gesichter zeigten, blieb dem Fahrtleiter nur, Ihnen eine gute Heimreise zu wünschen. Nachdem sich der Stress am Abend gelegt hatte, wich auch die Anspannung aus den Gesichtern von Familie Schmidt.
Im Ganzen war es eine sehr gelungene und perfekt organisierte Veranstaltung. | |